Was ist MOQ?
MOQ steht für Minimum Order Quantity und bezeichnet die kleinste Menge, die ein Lieferant pro Bestellung oder Variante akzeptiert. MOQs können wirtschaftlich sinnvolle Bestellmengen deutlich überschreiten und so Kapitalbindung oder Überbestand erzeugen. Sie gehören deshalb direkt in die Einkaufsplanung.
Praxisbeispiel
Der Bedarf liegt bei 350 Stück, der Lieferant verlangt mindestens 500. Das Team bewertet Lagerkosten, Bündelung und eine mögliche MOQ-Verhandlung.
Häufige Fragen
Warum löst ein genauer Forecast das MOQ-Problem nicht automatisch?
Der Forecast zeigt den erwarteten Bedarf, die MOQ setzt dagegen eine harte Untergrenze für die Bestellung. Liegt der Bedarf unter dieser Grenze, muss das Team bewusst zwischen Überbestand, gebundenem Kapital, einer Lieferantenverhandlung oder einer gebündelten Bestellung entscheiden. Forecast und Bestelllogik müssen deshalb gemeinsam geplant werden.
Was kann ein Einkauf tun, wenn die MOQ über dem Bedarf liegt?
Sinnvolle Optionen sind eine niedrigere MOQ zu verhandeln, Varianten oder Bestellungen zu bündeln, Lieferabrufe aufzuteilen oder den zusätzlichen Bestand bewusst zu finanzieren. Entscheidend ist, die Mehrmenge mit Lagerreichweite, Marge, Abschriftenrisiko und Cashflow zu bewerten statt die MOQ ungeprüft zu übernehmen.
Sollte eine MOQ pro Produkt oder pro Variante gepflegt werden?
Das hängt von der Lieferantenvereinbarung ab. Manche MOQs gelten für die gesamte Bestellung, andere pro Produkt, Farbe, Größe oder Verpackungseinheit. Für belastbare Bestellvorschläge muss die Software genau dieselbe Ebene abbilden, auf der der Lieferant die Mindestmenge durchsetzt.
Was Teams mitnehmen sollten
- MOQ steht für Minimum Order Quantity und bezeichnet die kleinste Menge, die ein Lieferant pro Bestellung oder Variante akzeptiert.
- MOQs können wirtschaftlich sinnvolle Bestellmengen deutlich überschreiten und so Kapitalbindung oder Überbestand erzeugen. Sie gehören deshalb direkt in die Einkaufsplanung.
